Sylter Ferienwohnungen Sylvia Jacobsen GmbH

 

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Sylt und die Sturmfluten

 

Immer wieder wird Sylt von leichten aber auch sehr schweren Stürmen heimgesucht, die doch immer mit Schäden an Dächern und Fassaden etc. der Häuser enden. Doch besonders leidet die Insel unter dem Besorgnis erregenden Landverlust und schwindenen  Inselschutz.        Hinzukommt seit dem letzten Sturm "Anatol" auch der zunehmende Verlust des Baumbestandes

der Insel. Die  Einwohner Sylts hingegen sind  durch  die  hohe  Insellage  so  gut  geschützt, daß kaum jemand ertrinken  würde. Und doch wird diese Insel mit ihrer knapp 40 Kilometer langen Westküste wie keine andere bei Sturm- und Orkanfluten tangiert. Alte und rekonstruierte Landkarten zeigen Sylt an eine große Insel. Tatsächlich hat es sowohl nach westen als auch nach Osten vor Jahrtausenden größere Landgebiete gegeben die den Nacheiszeitlichen Anstieg des Meeresspiegels und Sturmfluten zum Opfer gefallen sind. Alt-List, Alt-Wenningstedt, Eidum, Alt-Rantum und vermutlich auch ein Ort namens Steidum im heutigen Watt nahe Archsum verschwanden im Meer. Wann dies genau geschah, ist unbekannt. Sehr hohe Fluten waren die Katastrophe vom 15./16. Januar 1362, als der Hafenort Rungholt nahe der heutigen Hallig Südfall unterging, die Allerheiligenflut  1436, die wahrscheinlich den Untergang von Eidum einleitete, die Sturmflut vom 11. Oktober 1634, die auf Alt-Nordstrand 6123 Menschen das Leben kostete und die Insel in ihre heutigen reste Pellworm, Nordstrand und Hallig Nordstrandischmoor auseinanderiß, sowie die Sturmflut vom 3./4. Februar 1825, die auf den Halligen 74 Menschenleben forderte und auf Sylt ganz Rantum in Morsum, Archsum uns Tinnum stand die Flut in zahlreichen Häusern. Der Sturmflut von 1825 folgte eine Zeit relativer Ruhe. Erst in der Nacht des 16. Februar 1962 gab es wieder eine "Jahrhundertflut" in  Begleitung eines Orkans mit

Windstärken ca. 14 bis 15 ( ab Windstärke 12 wird eigentlich nur die Windgeschwindigkeit in Stundenkilometer gemessen ). Haushohe Wellen tobten am Sylter Strand, so daß ein Gesamtverlust von fast 100 Hektar zu beklagen war und am Königshafen in List ein Durchbruch der Insel drohte. Am Roten Kliff von Wenningstedt standen die Gebäude der Gründerzeit so nah am Kliff, daß sie gesprengt und weggeräumt werden mussten. Die Strandpromenade in Westerland bot ein Anblick, als sei sie bombadiert worden. Überall waren Mauereinbrüche zu

verzeichnen, und die turmhoch aufsteigenden Wassermassen ergossen sich über die Strandübergänge im Norden hinein in die Stadt. In Hörnum verschwand das Strandcafé in den Fluten. schwer beschädigt wurde auch der Hindenburgdamm, so daß die Verbindung nach Sylt für einige Zeit unterbrochen blieb. Auch in Hamburg brachen die als sicher geglaubten Deiche und rissen 315 Menschen in den Tod.

Der Orkanflut von 1962 folgten am 03. und 20./21. Januar 1976 sowie am 24. November 1981 ähnlich hohe Fluten, deren Zerstörungen sich jedoch dank der kürzeren Winddauer und der verbesserten Küstenschutzwerke in Grenzen hielten. Dennoch mussten Soldaten die Deiche mit Sandsäcken erhöhen, da das Wasser schon über die Deiche schwappte.

Firmen, die zu einem Notprogramm gehörten, hielten ihre LKW´s für den Transport

von Sandsäcken etc. zur Verfügung. Es sind aber nicht nur die großen Fluten, die Sylt  zu schaffen machen, auch Sturmfluten mittlerer Stärke, die von den Medien weniger registriert werden, rauben der Insel jedes mal Substanz. In naher Erinnerung ist uns wohl allen der Sturm "Anatol", der am 03. Dezember 1999 auf der Insel Sylt und der Nordseeküste, wie auch in Dänemark mit den wohl stärksten je gemessenen Windgeschwindigkeiten, für große Schäden sorgte ( besonders auch an unserem Haus -siehe Bilder-), besonders gelitten haben in

dieser Sturmnacht auch die Waldbestände. Die großen Windgeschwindigkeiten

ließen besonders die Kiefern und Tannen umknick en und entwurzeln. Die heftigen

Windböen ( Geschwindigkeiten über 182 km/h ) haben richtige Schneisen in die

Wald- und Kieferbestände gefegt. In Süd-Dänemark fielen dem Orkan ganze

Waldgebiete von bis zu acht Quadratkilometer zum Opfer, die wohl in der Größe

nicht mehr nachgepflanzt werden. Gegen den nach Sturmfluten immer wieder erkennbaren Verlust wird seit nun Jahrzehnten mit Sandaufspülungen versucht dieser Bedrohung entgegenzutreten.